Was sind eigentlich die Wechseljahre und wann beginnen diese?

In den Jahren vor und nach der letzten Regelblutung befinden sich Frauen in den Wechseljahren. Sie bezeichnen den Übergang von der Lebensphase, in der Frauen Kinder bekommen können, hin zu der Lebensphase, in der keine Schwangerschaft mehr möglich ist.

Meist beginnen die Wechseljahre ab Mitte 40. Die Eierstöcke produzieren allmählich weniger Geschlechtshormone, der Eisprung bleibt häufiger aus. Die Fruchtbarkeit nimmt ab. Ein Anzeichen: Die Monatsblutungen kommen unregelmäßiger. Die Zyklen sind anfangs oft kürzer, später oft länger. Schließlich enden die Monatsblutungen ganz.

Die allerletzte Monatsblutung wird Menopause genannt. Im Durchschnitt sind Frauen zu diesem Zeitpunkt hierzulande 51 Jahre alt. Die Bandbreite ist jedoch groß. Bei manchen Frauen hört die Periode schon im Alter von 45 oder früher auf. Andere erleben die Menopause erst mit Mitte 50. Bis die hormonelle Umstellung ganz abgeschlossen ist, vergehen üblicherweise noch weitere Jahre. Der Fachbegriff für die Wechseljahre lautet Klimakterium.

Bereits hier muss man sich bewusst werden, dass beriets 3-4 Prozent der Frauen vorzeitig in die Wechseljahre kommen, d.h. vor dem 40. LJ. Dies wird umso relevanter, da sich in den letzten Jahrzenten der Zeitpunkt des Kinderwunsches bei vielen Frauen sehr weit nach hinten verschoben hat.

Grundsätzlich gilt: Die Wechseljahre sind keine Krankheit, sondern eine ganz normale Lebensphase. Weil sich der Spiegel der weiblichen Geschlechtshormone Progesteron und Östrogen in dieser Zeit verändert, kann es jedoch zu Symptomen wie Hitzewallungen oder Schweißausbrüchen kommen. Ob und wie stark Frauen unter Wechseljahresbeschwerden leiden, ist individuell sehr verschieden. Ein Drittel aller Frauen kommt gut damit zurecht und hat keine oder kaum Probleme.

Häufige Symptome sind also:

  • Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Nachtschweiß
  • Weitere mögliche Symptome:
  • Scheidentrockenheit
  • Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Gewichtszunahme

Die Wechseljahre sind keine Krankheit. Eine Behandlung ist also nicht zwingend nötig. Rund ein Drittel aller Frauen leidet allerdings sehr stark unter Wechseljahresbeschwerden, wie Hitzewallungen und Schweißausbrüchen. In solchen Fällen kommt eine Hormontherapie infrage. Sie ersetzt teilweise Hormone, die der Körper selbst nicht mehr produziert und kann so Beschwerden lindern.

Ob Hormone im Einzelfall sinnvoll sind, und falls ja in welcher Form, sollte individuell mit dem Arzt besprochen werden. Eine Hormontherapie kann Nebenwirkungen haben, auch sie sollten zur Sprache kommen. Das Risiko für Blutgerinnsel und Brustkrebs kann ansteigen. Vor- und Nachteile müssen also sorgfältig abgewogen werden. Ärzte stimmen die Hormonbehandlung individuell auf die Bedürfnisse der Patientin ab. Dabei verfahren sie nach dem Prinzip: So wenig Hormone wie möglich, so viel wie nötig. Das bedeutet, dass die Hormone in der niedrigsten wirksamen Dosierung und für die kürzest mögliche Dauer eingesetzt werden.

Alternativ kann man zunächst auch versuchen, mit pflanzlichen Mitteln die Beschwerden zu lindern:

Dazu gehören zum Beispiel die Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) und der Mönchspfeffer (Agnus castus). Inhaltsstoffe der Pflanzen sollen regulierend in den weiblichen Hormonhaushalt eingreifen. Eindeutig wissenschaftlich belegt ist diese Wirkung aber nicht.